„Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben“

Auf den Spuren der Migranten in der brandenburgisch-preußischen Geschichte


Tagesablauf

Station 1: Im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Am Vormittag erkunden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Ausstellungsbegleitern in der Ausstellung im HBPG die brandenburgische Landesgeschichte von den Slawen bis zum Preußenkönig Friedrich dem Großen. Dabei wird deutlich, dass die Menschen, die über Jahrhunderte nach Brandenburg kamen, dazu beigetragen haben, dem Land sein unverwechselbares Gesicht zu geben. Aber was veranlasste sie, nach Brandenburg zu kommen? Wie lebten sie, und welche Spuren hinterließen sie? Beobachtend und fragend setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit historischen Zeugnissen verschiedener Migrantengruppen auseinander: slawische Siedler, Eroberer, Botschafter des Christentums, jüdische und christliche Kaufleute, Glaubensflüchtlinge und Fachkräfte aus ganz Europa ebenso wie Soldaten aus ganz unterschiedlichen Ländern. Dabei lernen sie, Geschichte und Gegenwart zu verknüpfen, und üben, sich zeitlich und geographisch zu orientieren.


Station 2: Auf Stadtrallye

Im Anschluss an die Ausstellung geht es auf eine Stadtrallye durch die historische Mitte Potsdams. Ausgestattet mit Aufgaben in einer Geschichtstasche entdecken die Schülerinnen und Schüler selbstständig auf nicht einmal einem Quadratkilometer Spuren der Hugenotten, der Holländer und sogar der Slawen.


Station 3: Historisches Mittagsmahl

Auch die Mittagspause fügt sich thematisch in das Tagesprogramm ein, denn in der Gewölbehalle des Kutschpferdestalls erwartet die Schülerinnen und Schüler ein „Historisches Mittagsmahl“. Hier erfahren sie zunächst Wissenswertes über die Kartoffel in Preußen, dann wird ihnen an langen Tafeln bei Kerzenschein ein einfaches Essen serviert, das sich am Speiseplan von vor 250 Jahren orientiert.


Station 4: Im Park Sanssouci der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Nach dem Mittagessen geht das Programm im Park Sanssouci weiter, wo es bei Führungen rund um die Weinbergterrassen und im Schloss Neue Kammern wieder um das Thema Migration geht. Nicht nur die Herrscherfamilie der Hohenzollern kam aus dem Süden Deutschlands in die Mark Brandenburg, auch viele bedeutende Künstler aus ganz Europa waren am preußischen Hof mit seinen Parks und Schlössern tätig. Sogar Pflanzen, die heute jeder kennt, wurden einst aus fernen Ländern nach Brandenburg eingeführt und galten als exotische Raritäten.

  • Die Führungen und die Stadtrallye sind auf die verschiedenen Jahrgangsstufen abgestimmt.
  • Das Tagesprogramm hat einen zeitlichen Rahmen von gut 5 Zeitstunden inklusive Pausen.